Foto: Manfred Hansch, Ostseeanzeiger Stralsund
Mit viel Aufwand verbunden war die Veranstaltung am 13. Dezember im Lindencenter Stralsund, denn wir wollten Hunde und Katzen vorführen, Informationen bieten und Kinder beschäftigen. Es hat sich gelohnt, denn wir bekamen für diesen "Auftritt" zwei Zimmerkäfige und eine Menge schöner Kratzbäume, die wir im neuen Domizil gut gebrauchen können.
Auch Publikum war da - obwohl wir immer der Meinung sind, es hätten sich noch mehr Leute für unsere Arbeit oder unsere Tiere interessieren können.
Einige Kunden des Lindencenters kamen mit den Tierschützern ins Gespräch, nahmen sich auch von den Informationsmaterialien etwas mit. Umjubelt war immer die Vorstellung der Hunde. Desina, eine DSH-Mix-Hündin, und Seppi und Peppi, ein unzertrennliches Paar, nahmen regen Anteil am Geschehen und zeigten sich aufgeschlossen, lieb und freundlich - also von ihrer besten Seite. Zwar sahen sich viele Bürger die Hunde an, aber am Ende hatte sich doch niemand entschlossen, einen Hund bei sich aufzunehmen. (Selbstverständlich hätten wir kein Tier auf dieser Veranstaltung vermittelt, das tun wir grundsätzlich nicht. Mit Interessenten wird ein Termin vereinbart, und es findet ein weiteres, ausführliches Gespräch statt, bevor ein Tier von uns abgegeben wird.)
Nicht ganz so viel Anklang fanden erwartungsgemäß unsere Stubentiger; sie hatten sich etwas zurückgezogen. Die Veranstaltung war mit der Amtstierärztin in Stralsund abgesprochen. Die Katzen waren in großen Zimmerkäfigen, die teilweise abgedeckt waren und in denen sich ein Korb als Unterschlupf befand. So ist der Streß für die Tiere nicht allzu groß, und wir haben auch immer abzuwägen, was wir den Tieren zumuten, denn letzten Endes möchten wir sie in ein liebevolles Zuhause vermitteln - dazu müssen wir sie aber auch mal zeigen.
Gut besucht war auch der Kindertisch, an dem Kerzen beklebt, gemalt und gebastelt werden konnte, an dem vor allem auch Kinder geschminkt wurden. So mancher wilde Tiger, Schneekönigin oder orientalische Schönheit entstanden auf den Gesichtern der Kinder.
Zu danken haben wir dem Management des Lindencenters in Stralsund und dem dortigen Hundesalon und Kleintierbedarfsgeschäft.

Foto: Manfred Hansch, Ostseeanzeiger Stralsund
Anfang des Jahres 2003 war es dem Verein nach langer Suche gelungen, neue Räume zu gewinnen. Jetzt ist die Katzenstation umgezogen (also nicht mehr im Ziegelhof 6) und am 15. Mai 2004 hat der Verein seine neuen Räume in der Vulkanstraße (Einfahrt gegenüber AOK) mit einer großen Eröffnungsfeier eingeweiht - damit ist der erste Abschnitt der Arbeiten abgeschlossen. Im Tierschutzhaus gibt es neben der Katzenstation auch Räume für die monatlichen Vereinstreffen sowie vielerlei Veranstaltungen. Im Juni 2004 lief bereits die Tierschutzausstellung für Kinder. Für den Herbst gibt es bereits Pläne für einen Flohmarkt, einen Tag der offenen Tür und themenspezifische Veranstaltungen (z.B. über Hunde und über Kosmetik ohne Tierversuche. Die Unterstützung des Eigentümers der Halle, der Vermögensverwaltungs- und Vermietungsgesellschaft "Sigma" m.b.H erfüllt den Verein mit großer Freude - zeigt es doch, daß der Tierschutz in Greifswald gewichtige Fürsprecher hat. Natürlich sind unsere finanziellen Sorgen damit nicht beseitigt: für Strom, Wasser, Heizung und Müll sowie andere Nebenkosten sind leider hohe Kosten zu veranschlagen, die wir nur durch kontinuierliche Spenden berappen können.
Die fünf verschiedenen Räume für die Stubentiger sind notwendig: es gibt eine Quarantänestation, ein Krankenzimmer, einen Raum für zu kastrierende (streunende) Katzen bzw. für ausgeprägte Einzelgänger, zwei Räume für den Auslauf. Aus hygienischen Gründen werden die Gehege gefliest. Dankbar sind wir, daß uns viele Bürger mit Fliesenresten aushalfen.
Weitere Bilder vom
Baufortschritt.
Nochmals danken möchten die Vereinsmitglieder an dieser Stelle der Firma GLAS KAUSCH, die für mehr als ein Jahr Räume zur Unterbringung der Katzen kostenlos zur Verfügung stellte.
In der Katzenstation vom Tierschutzbund Greifswald und Umgebung e.V. wurden in den vergangenen
Jahren Hunderte gefundener Katzen, viele davon verletzt, untergebracht und versorgt. Wir haben uns um diese Tiere gekümmert, haben Welpen freilebender Katzen zu zähmen und zu vermitteln versucht sowie freilebende Katzen eingefangen, kastriert, oftmals gesundgepflegt und sie dann an ihre angestammten Futterplätze zurückgebracht.
Oft wurde auch jenen Bürgern geholfen, die ihren Stubentiger aus den verschiedensten
Gründen (Umzug, Allergien, Unverträglichkeiten zwischen den Tieren in einem Haushalt u.a.) abgeben
mußten.