Erinnerungen an 2004:

Schafe, Spatzen, Schmusekatzen - Tierschutz für Kinder

Tierschutzausstellung erfolgreich beendet
An der Tafel des Naturschutzbundes Fast 300 Kinder und viele Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und einzelne Besucher sahen die im Juni gezeigte Tierschutz-Ausstellung für Kinder. Unter dem Titel "Schafe, Spatzen, Schmusekatzen" hatten Umweltbibliothek Greifswald, der Tierschutzbund Greifswald, der NABU Greifswald, der Verein de Käwer und der Naturerlebnispark Gristow zum Besuch der Ausstellung eingeladen. Möglich war die Ausstellung in diesem Umfang durch die Förderung eines Projektes zur Umweltbildung der Umweltbibliothek Greifswald e.V. durch die norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung.
Über richtige Heimtierhaltung, unsere heimische Tierwelt und über Nutztiere wie Kuh und Schwein wurde an 24 Schautafeln Wissenswertes dargestellt. Damit es nicht langweilig wurde, konnten sich die Kinder auch auf andere Weise beschäftigen: Quiz, Rätseln, Malen oder Basteln boten eine Abwechslung zum Erzählen. Tiernamen waren durch geschickte Fragen zu erraten oder die Bremer Stadtmusikanten - ein Märchen, das ausgezeichnet zum Thema paßt - wurde flugs einstudiert und aufgeführt. Kleine Schafe wurden aus echter Schafwolle gefertigt, und einmal war eine Gruppe so k.o., daß kurzerhand ein Video in den Recorder geschoben wurde. Lieder wurden gesungen und Witze erzählt, denn eins wollten wir nicht: mit unseren Darbietungen zum Tierschutz staubtrocken daherkommen.
Ein Hund darf gestreichelt werdenEinige Male konnten "echte" Tiere - Katzen, Hunde und Kaninchen - angeschaut und gestreichelt werden. Dies war jedes Mal ein Höhepunkt für die Kinder. Wir zeigten, wie man richtig auf die Tiere zugeht und erklärten, daß jeder - auch jedes Kind - sein Heimtier mit Liebe und mit Rücksicht behandeln muß. Dies war das Hauptanliegen der Ausstellung für Kinder: Respekt zu haben vor der Natur, Tiere nicht zu quälen, sie artgerecht und verantwortungsvoll zu halten, sich für den Naturschutz einzusetzen.
Deshalb stellten wir einigen Gruppen auch unseren Kater Moritz vor. Der mit einem Luftgewehr angeschossene Kater wird nach einer schwierigen Operation in der Katzenstation des Tierschutzbundes gepflegt und wieder aufgepäppelt.

Auch Kinder können erkennen, daß wir für die mit uns lebenden Tiere die Verantwortung übernehmen müssen, daß wir Tierquälerei nicht zulassen dürfen. Auch sie können schon mitreden, sei es, wenn es um das eigene Haustier geht ("Warum ist mein Meerschweinchen ganz allein?"), sei es, wenn der Fleischverzehr in der Familie angesprochen wird. Kinder sind kritische Beobachter, und wenn in ihnen die Liebe zu unserer Umwelt geweckt wird, sind sie eifrige Naturschützer. Alle beteiligten Vereine hoffen, daß sie durch die Ausstellung, die sie mit viel Engagement, Fleiß und Ideen aufgebaut haben, einen kleinen Beitrag dazu leisten konnten.

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