Wenn man sich überlegt hat, eine Katze anzuschaffen, sollte man sich der Verantwortung
bewußt sein, die man bis zu 20 Jahren zu tragen hat.
Wer sich zur Haltung einer Wohnungskatze entschließt, muß häufig den Vorwurf "nicht artgerechter Haltung" über sich ergehen lassen. Wenn man allerdings genügend Zeit mit dem Tier verbringt (eine Stunde spielen pro Tag mindestens) und ihm die entsprechenden Bedingungen bietet, kann die Katze sich sehr wohlfühlen. Wohnungskatzen haben statistisch gesehen eine weit höhere Lebenserwartung als freilaufende Katzen, da sie deren Gefahren (Straßenverkehr, rivalisierende Artgenossen, Jäger ect.) nicht ausgesetzt sind. Wer allerdings auf dem Land lebt und nich direkt an einer Hauptverkehrsstraße, der sollte seinem Vierbeiner ruhig den entsprechenden Freilauf gönnen.
Katzen sind zwar in freier Wildbahn Einzelgänger, jedoch sollte man gerade Wohnungskatzen möglichst nicht allein halten.
Um der Katze ein angenehmes Katzenleben zu gewährleisten, sollten folgende Dinge angeschafft und beachtet werden:
Es gibt sie passend für jede Haarlänge. Bei Kurzhaarkatzen sind Bürste und Kamm nicht unbedingt erforderlich. Hier ist es lediglich ratsam, während des Fellwechsels zu bürsten, um so den Magen des Tieres zu schonen und die Zahl herumfliegender Haare zu verringern.
Langhaarkatzen müssen dagegen täglich gebürstet werden!
Jede Katze sollte ihren eigenen Freßnapf haben - auch wenn die meist lieber aus dem Napf der Nebenkatze fressen, denn da schmeckt's ja viel besser als aus dem eigenen. Aus welchen Material ist eigentlich relativ egal, Hauptsache der Napf läßt sich gut reinigen (immer mit klarem Wasser nachspülen, denn Mietze leckt Spülmittel nicht gern) und er sollte nich zu tief sein - ideal ist er, wenn die Katze mit der Schnauze den Boden berührt, die Schnurrhaare aber nicht an den Seitenwänden anstoßen.
Essensreste sind für Katzen nicht zu empfehlen. Sie sind zu salzig und enthalten nicht die Nährstoffe, die unsere Samtpfoten brauchen. Auch mit rohem Fleisch (besonders vom Schwein) sollte man vorsichtig sein, hier können Krankheiten übertragen werden. Dosenfutter für Katzen ist in vielen verschiedenen Ausführungen zu erstehen - und hier gilt nicht unbedingt teuer=gut. Am besten ausprobieren was Mietze am liebsten mag. Auf den meisten Dosen steht (an die speziellen Altersgruppen oder Bedürfnisse der Katzen angepaßt) ein Fütterungshinweis - man kann also gar nichts falsch machen. Normalerweise bekommen Katzenkinder bis zu 5 und erwachsene Katzen 1 Mahlzeit pro Tag.
Eine Schale mit Trockenfutter sollte immer bereit stehen, für einen kleinen Snack zwischendurch (es sei denn, die Katze frißt bis zum Erbrechen). Auch eine Schale Wasser muß vorhanden sein, allerdings sollte diese nicht direkt beim Futter stehen. Milch wird wegen der Lactose (Milchzucker) von den meisten Katzen im Erwachsenenalter nicht mehr vertragen, sie bekommen davon Durchfall. Es gibt jedoch spezielle, laktosereduzierte, Katzenmilch, die eine gute Alternative darstellt. Milch ist jedoch kein Getränk, und ersetzt nicht das Wasser.
Gegen ein Löffelchen Quark, Joghurt oder Hüttenkäse, ein Stückchen Käse oder gelegentlich gekochtes Hühnerfleisch oder ein paar Krabben ist nichts einzuwenden. Diese Dinge sind gesünder als viele der im Handel erhältlichen „Leckerlis“.
Da Wohnungskatzen nicht die Chance haben, Gras zu kauen um das Gewölle herauswürgen zu können, muß man ihnen Gras in der Wohnung bereitstellen. Es gibt spezielles Katzengras zu kaufen, aber gut geeignet sind auch Papyrus, Zyperngras, Zimmerbambus und Pampasgras.
Jede Katze braucht ein entsprechendes Körbchen oder Bettchen. Das Problem ist nur, daß Katze selbst entscheidet, welches am besten für sie ist und das mehrmals am Tag. Die teuer erstandenen Katzenbettchen werden meist nur eines kurzen Blickes gewürdigt, um sich dann auf eine alte knisternde Tüte oder Zeitung zurechtzukuscheln. Aber auch das menschliche Bett und jegliche Höhlen (wie Schubladen etc.) werden mit wechselnder Regelmäßigkeit aufgesucht.
Wenn nicht die Möbel den Katzenkrallen zum Opfer fallen sollen, muß man besonders Wohnungskatzen einen Kratzbaum zur Verfügung stellen. Dieser hat den Vorzug, ebenso zum klettern und als Schlafgelegenheit genutzt zu werden, aber auch Kratzecken und Spielzeug aus Sisal erfüllen den Zweck der Krallenschere.
Katzenspielzeug ist im Handel in allen möglichen Formen und Variationen erhältlich. Aber auch eine herumliegende Papiertüte kann ein wunderbares Spielzeug sein. Alles was raschelt, zappelt oder plötzlich verschwindet erregt Mietzes Interesse, ohne daß sie dabei auf hochwertige Qualität achten würde. Man sollte darauf achten, daß Spielzeug mit langen Schnüren oder Bändern nicht unbeaufsicht herumliegt, denn gerade Katzenkinder können sich damit strangulieren.
Wohnungskatzen sollte man mindesten 1 Stunde täglich "bespielen", um ausreichend Bewegung zu gewährleisten. Denn träge Katzen werden leicht fettleibig und Langeweile ist schließlich auch für uns Menschen eine Qual.
Bei den Katzenklos gibt es einmal die mit Haube und die ohne Haube. Die bedachten Katzenklos haben den Vorteil, daß sich die Gerüche nicht im Raum verteilen und daß Mietze die Streu samt erledigtem Geschäft nicht durch die Gegend schleudern kann.
Bei der Streu gibt es auch viele verschiedene Varianten, durch die man sich hindurchtesten muß, um dann letztlich zu entscheiden, mit welcher man am besten klarkommt. Grundlegend gibt es Klumpstreu (der Urin wird in kleine Klümpchen aufgesaugt und kann mit dem Kot entfernt werden) und sogenannte Hygienestreu (hier wird der Urin aufgesaugt, bildet aber keine Klumpen; der Inhalt des Katzenklos wird nach 3-4 Tage vollständig entleert). Bei Klumpstreu muß das Katzenklo öfter gereinigt werden, dafür ist es aber ergiebieger als die Hygienestreu. Laut Ökotest gibt es bedenkliche Katzenstreusorten, mit giftigen Fasern angereichert, Infos hier.
Um die Streu aus der Katzentoilette zu entfernen, benötigt man eine der Streu entsprechende Schaufel. Wichtig: die Streu nicht in die menschliche Toilette entsorgen !!! Und natürlich sollte die Katzentoilette nich in der Nähe des Futternapfes stehen.
Um die Katze gegebenenfalls transportieren zu können (bspw. zum Tierarzt) benötigt man einen Katzenkorb. Die Katze frei im Auto herumlaufen zu lassen, gefährdet nicht nur die Sichherheit des Fahrens, sondern auch die Sicherheit der Katze bei Bremsmanövern oder im Falle eines Unfalls.
Schön sind natürlich die Flechtkörbe, praktischer aber sind die Plastekörbe, die man oben öffnet. Einmal, weil ein krankes Tier besser von oben hineinzulegen ist, weil sich der Plastekorb besser reinigen läßt und möglicherweise verlorene Flüssigkeiten nicht auf den Autositz gelangen. Es gibt auch Transporttaschen, die sich leicht reinigen lassen, flexible Öffnungen haben und nach Gebraucht platzsparend sind.
Der deutsche Tierschutzbund rät dazu:
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